Der Saphir – ein nobler Edelstein

Ursprünglich stammt der Name Saphir aus dem Griechischen. „sappheiros“ bezeichnete bis ins Mittelalter allerdings nicht den Stein, den wir heute als Saphir kennen, sondern den Lapislazuli. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts erkannte man, dass es sich bei den Saphiren um Korunde handelt. Aus diesem Grund zählen alle nicht rubinroten Korunde heutzutage als Saphire.

Über den Link im Absatz hier oben finden Sie viel gemmologisch Wissenswertes über Saphire. Deshalb hier ein kleiner Ausflug in die Geschichte einzigartiger Juwelen:

Die Leuchtenberg Saphire


Herkunft:
Auguste von Bayern und Herzogin von Leuchtenberg, war bereits mit Karl Ludwig Friedrich, dem Erbgroßherzog von Baden verlobt, doch da Kaiser Napoleon Bonaparte bereit war, ihren Vater zum König zu erheben, forderte er sie im Gegenzug als Braut für seinen Stiefsohn Eugène de Beauharnais, den Vizekönig von Italien.
Auguste sträubte sich gegen die Verbindung. Dies war vergeblich, sie musste sich fügen. Am 13. Januar unterzeichneten Minister Montgelas und der französische Gesandte die Heiratsabrede, anschließend fand in der Grünen Galerie der Münchner Residenz die Ziviltrauung statt. Prinzessin Auguste heiratete am 14. Januar 1806 in München den italienischen Vizekönig Eugène de Beauharnais (1781–1824) Vizekönig von Italien, Großherzog von Frankfurt, 1817 bayerischer Herzog von Leuchtenberg, Fürst von Eichstätt. Und dort überreichte Napolen ihr diese wunderbare Parure.

Heute:
Die Parure besteht heute aus Tiara, Collier, Ohrgehängen, Brosche und zwei Haarnadeln. Die Ohrgehänge sind wahrscheinlich relativ neu.
Man sah sie bei Königin Luise und sie fügte auch die Saphirhaarnadeln dazu. So wurde die Parure komplett.
Zur Tiara: auf einer Diamantenbasis sind 11 Saphire aufgebaut. Sie konnten auch durch Perlen ersetzt werden wenn der Anlass gegeben war. Leider sind die Perlen nicht mehr vorhanden. Die Tiara ist sehr flexibel. Sie besteht aus 11 separaten Teilstücken so das sie den Bedürfnissen der Trägerin angepasst werden können. Das heißt dass sie auch flacher getragen werden kann. Als Augustes Tochter Joséphine Königin von Schweden und Norwegen wurde, bekam sie diese Prunkstücke von ihrer Mutter. Die Parure blieb in Schweden und ist nun in der Familienstiftung.

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